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Alles rund ums Whysker Album

Nachdem klar war, dass ein Whysker Album produziert werden sollte, blieb die Frage der Finanzierung. Natürlich gibt es günstige und einfache Möglichkeiten der Produktionen, aber für mich stand fest: wenn schon ein Album, dann richtig. Der Wunsch war also eine professionelle und dennoch bezahlbare Produktion auf die Beine stellen zu können. Als Studio wählten wir die Castle Studios im Schloss Röhrsdorf. In diesen Räumen nahmen auch schon Künstler wie Zöllner oder Driftwood Holly ihre Platten auf.

Ludwig Schmutzler (STUDIOLUD) sollte sich dort mit uns einmieten und unser Album aufnehmen und produzieren. Um die Kosten möglichst gering zu halten, nahmen wir uns vor, sehr wenig Zeit im Studio zu verbringen. Vorbereitung ist alles. Wir mussten uns klar sein, was wir wollten und wer wann und was spielt. Also mehr Zeit in gute Vorbereitung investieren und im Studio nicht lange rumeiern. Alles müsste auf den Punkt sitzen. Außerdem wollten wir viele Instrumente gleichzeitig einspielen. Das ist bei einer Studioproduktion nicht unbedingt üblich. Es spart natürlich Zeit und auch Geld, war aber gar nicht der ausschlaggebende Grund. Ich mag die Dynamik, wenn alle Musiker gleichzeitig spielen. Es wirkt dann nicht so aufgesetzt und hat einen gewissen Live-Charakter. Das passt wunderbar zum Whysker-Stil.

Trotz aller Zeit- und Geldersparnis blieb dennoch eine größere finanzielle Summe übrig, welche für die Produktion nötig war. Whysker ist bzw. war in der Vergangenheit, ein Soloprojekt mit angeschlossenen Musikern. Es war keine richtige Band. Ich konnte nicht verlangen, dass die Mitmusiker ihr Geld mit in das Projekt einbringen und war froh, dass überhaupt so viele mit ins Studio kommen wollten. Die Finanzierung sollte also komplett über mich laufen. Mindestens 5500 Euro waren benötigt um alle wichtigen Grundkosten zu decken. Und die hatte ich nicht. Darum kam die Idee des Crowdfundings. Dabei werden Spendengelder von Fans und Gönnern gesammelt. Um sich revanchieren zu können, ist es üblich „Dankeschöns“ anzubieten. Viele Bands geben dann Sachwerte als Dankeschöns raus. Beispielsweise bekommt jeder ein T-Shirt, der 50 Euro spendet.

Für mich kam das nicht in Frage. Ich wollte die benötigte Summe so niedrig wie möglich halten. Die T-Shirts bekommen wir ja nicht geschenkt und es hat keinen Sinn noch 20 Euro für einen Sachwert auszugeben, um am Ende „nur“ 30 Euro gespendet zu bekommen. Insofern haben wir fast ausschließlich „Dienstleistungen“ angeboten. Cajonworkshop, Gitarrenworkshop, Konzerte und anderes.

Vor dem Crowdfunding wussten wir alle nicht, was passieren würde. 5500 Euro sind eine Menge Geld und es war wichtig, das gesteckte Ziel zu erreichen. Hätten wir nur 5000 Euro erreicht, wäre uns das Geld nicht zugekommen. So sind die Regeln beim Crowdfunding. Es war eine Zitterpartie, aber wir haben es geschafft. Viele Leute haben uns Geld gespendet und die meisten wollten nicht einmal ein Dankeschön dafür haben. Das ist einfach nur genial. Wir freuen uns riesig und sind ohne Ende dankbar. Das ist alles andere als selbstverständlich.

Prominente Unterstützung

Verschiedene Musikerkollegen machten uns Videos zur Unterstützung des Crowdfundings. Das waren Linda Feller, Georg auf Lieder, Patricia Heidrich (Unbekannt Verzogen), Jäcki Reznicek (Silly) und Stefan Johansson.

 

Am 15. Februar 2018 war es dann so weit. Es war der Tag für Vorbereitungen im Studio und den Soundcheck. Danach folgten drei arbeitsintensive aber auch sehr produktive Tage, an deren Ende ein erfüllter Plan stand. Die Castle Studios sind einfach genial und Ludwig Schmutzler hat als Techniker einen super Job gemacht. Und ganz nebenbei hat er uns spontan noch Bass uns Flügel eingespielt. Insgesamt waren wir 9 Musiker, die für das Album eingespielt haben. Hier ein paar Fotos aus dem Studio:

Donnerstag

Freitag

Samstag

Sonntag

 

Nach der Zeit im Studio gab es natürlich noch sehr viele Dinge zu klären. Ludwig hat gemischt und gemastert. Zwischendurch habe ich immer wieder rein gehört und meine Wünsche geäußert. Felix machte uns einige Studio-Videos und Cora das Artwork für das Album. Nebenher mussten Absprachen mit dem Presswerk, der GEMA und für die zukünftigen Vertriebswege getroffen werden. Natürlich musste auch die Veröffentlichungsfeier geplant werden.

Diese wird am 29.04.2018 in den Ballsälen Coßmannsdorf stattfinden. Mehr dazu in einem gesonderten Artikeln, sonst wird dieser hier zu lang. Aber einen Einblick ins Album (welches übrigens "In der Ferne" heißen wird) soll es hier zu guter Letzt noch geben.

 

Und wer so richtig viel Zeit und Interesse hat, kann hier die Aufzeichnung unseres Facebook Livestreams sehen. Thema war natürlich das Whysker Album und die Zeit im Studio: